Tina´s Achatschnecken


Asseln als Mitbewohner im Schneckenterrarium

https://www.tinas-achatschnecken.de/

Wie schon beim Thema Gewollte Untermieter beschrieben, gibt es einige nützliche Bewohner, die man problemlos zu Schnecken aller Art gesellen kann.

Dazu gehören Regenwürmer, Weiße Asseln und auch größere Asseln, wie die bekannte Garten-, oder Kellerassel.

Die weißen Asseln sind nur wenige mm groß und haben die Fähigkeit, Futter-, Pflanzen-, und Kotreste zu beseitigen. Auch auf Pilze, die sich sehr häufig in Feuchtterrarien bilden, haben sie es abgesehen.

Ihre große Verwandte, die Kellerassel Porcellio scaber, eine graue Landassel, die bis zu 2 cm groß werden kann, lebt auf die selbe Weise, nur kann sie diese Arbeit durch ihre Größe viel schneller und effektiver erledigen.

 

Allgemeines:

Die Urzeittiere leben hauptsächlich von morschem, weißfaulem Holz, Falllaub und natürlich dürfen sie auch vom Frischfutter der Schnecken fressen.

Sie leben in den oberen Schichten unter der Erde, lockern diese durch ihre Suche nach Futter auf und tragen so dazu bei, dass keine organischen Reste in der Erde anfangen zu schimmeln.

Viele Arten leben auch gerne im und unter Moos, in Laubhaufen und im vermoderten Unterholz.

Der Bodengrund sollte immer aufgekalkt werden.

 

Auch Asseln brauchen zum Wachstum viel Kalzium, daher sollte man ihnen, wie auch den Schnecken, immer Kalkpulver zur freien Verfügung aufstellen. Zusätzlich solltet ihr auch Sepiaschale ins Terra legen.

Landasseln wachsen, indem sie sich in Abständen häuten. Man kann manchmal die Hüllen der Tiere in der Erde oder im Laub finden. Da sie nicht wie andere Tiere mit ihrer Haut wachsen können, müssen sie diese komplett abstreifen, wenn sie zu eng wird. Aus diesem Grund sind sie auch vermehrt auf Kalzium angewiesen, um ihren Panzer stabil aufbauen zu können.

Durch diese Tatsache sind Asseln auch ein beliebtes Futter für Reptilien oder andere Terrarientiere, die kalziumreiche Kost brauchen.

Möchte man Asseln als Mitbewohner zu Achatschnecken gesellen, sollte man sich über die Lebensbedingungen informieren, damit auch sichergestellt werden kann, die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit gewährleisten zu können, die beiden Gattungen entsprechen.

 

Um den kleinen Panzerträgern ein schönes Reich neben den Schnecken zu schaffen, solltet ihr ihnen ein Stück weißfaules Holz und einige Blätter von Buche oder Eiche ins Terrarium legen.

Um zu vermeiden, dass Ungeziefer im Holz lebt und ins Terra geschleust wird, könnt ihr es einige Minuten im Backofen bei 180 Grad erhitzen. Wenn die Stücke kleiner sind, lege ich sie für 3 Minuten bei 900 Watt in die Mikrowelle.

Wie schon beschrieben, sind diese Dinge Hauptbestandteile ihrer Ernährung.

Die Tiere halten sich am und im Bodengrund auf. Manche klettern schon mal auf Äste oder Blätter von Pflanzen. Im Allgemeinen bleiben sie aber in Bodennähe und klettern nicht an Glasscheiben hoch.

Einzig Schiebetüren und Luftgitter sollten so dicht sein, dass sie nicht entwischen können. Sie zwängen sich gerne und gut durch jeden kleinen Spalt hindurch.


https://www.tinas-achatschnecken.de/

Bunte Asseln im Terrarium

Neben den bekannten Arten erobern die sogenannten Kubanischen Asseln und andere Rollasseln in verschiedenen Farben immer mehr Terrarien, da sie nicht nur nützlich, sondern auch sehr schön anzusehen sind.

Hier stelle ich euch hier 2 schicke Arten vor, die ich selber gepflegt habe.

 

https://www.tinas-achatschnecken.de/

Porcellionides pruinosus "Orange" 

Diese orange, teilweise kupferfarbene Assel wird bis zu 1,5 cm groß und ist eine verfressene Art, die sich sehr gut als "Gesundheitspolizei" in Feuchtterrarien eignet. Die Panzertiere sind dämmerungs-, und nachtaktiv, sind aber öfter auch mal tagsüber anzutreffen. Sie leben sehr gerne in einem kleinen Haufen Laubblätter. Dort halten sie sich auch zur Ruhe gerne auf.

Die orangen Gesellen lieben Temperaturen zwischen 23 und 26 Grad, wobei die sich bei ca. 25 Grad sehr gerne vermehren.

Und darin sind sie sehr gut, denn bei guten Bedingungen vermehren sich die Zwerge sehr schnell und nehmen schnell überhand.

Daher eignen sie sich auch als Lebendfutter, ähnlich wie Heimchen und andere Tiere, für Reptilien usw.


Porcellio laevis Panda

Hier kommen wir zu einer sehr beliebten Assel. Es gibt für diese Art verwirrender Weise viele Namen, wobei damit immer die selbe Art gemeint ist.

Die Panda Assel wird auch oft Dalmatinerassel oder Dairy Cow genannt.

Ihrem Namen zurecht erscheint sie mit einer meist weißen Grundfarbe und willkürlich verteilten, grauen Punkten und Flecken.

Manchmal kommt es auch zu ganz dunklen Tieren.

Da diese Art sich nach Eingewöhnung auch sehr schnell vermehrt, ist sie sehr gut zur Farbzucht geeignet.

Die Panda Assel liebt durchaus feuchtere Gebiete, dadurch eignet sie sich besonders gut zur Haltung bei Achatschnecken.

Sie verträgt Temperaturen von 23 bis 26 Grad. Ich halte meine Gruppe bei meinen Achatina reticulata bei 25 bis 26 Grad.

Da die Art über 2 cm groß wird und zudem tagaktiv ist, bekommt man in seinem Terrarium auch tagsüber etwas zu sehen.

Die putzigen Tiere schleppen sogar Futter hin und her, selbst der kleinste Nachwuchs klettert auf der Erde umher und zeigt nur Angst bei grellem Lichteinfall oder Erschütterungen.

Durch ihre unkomplizierte Lebensweise ist sie gut für Einsteiger geeignet.

Die kleinen Urzeit Minipanzer machen viel Freude und sind eine schöne Ergänzung zu den netten Schnecken. Und dabei ist es egal, ob es Achatschnecken oder andere Gattungen sind.


Armadillidium klugii "Montenegro"

https://www.tinas-achatschnecken.de/

Hier seht ihr eine genauso farbenfrohe Assel, die zu den Rollasseln gehört.

Sie ist, wie ich finde, besonders schön und zeigt sich in einem schicken Kleid.

Mit einer dunkelbraunen Grundfärbung und einem rostbraunen Rand rund herum, weist sie auf dem Panzer in drei Reihen regelmäßig angeordnete, weiße Punkte auf.

Das Erscheinungsbild fällt auf jeden Fall im Terrarium auf.

Diese Assel ist ähnlich, wie die vorher beschriebenen Arten zu halten.

https://www.tinas-achatschnecken.de/

Die bis zu 1,5 cm groß werdende Rollassel fühlte sich bei mir bei einer Temperatur von ca. 24 Grad sehr wohl.

Sie hält sich gerne, wie für viele Asselarten üblich, gerne in Totholz, Laub und Humus auf.

Bei Gefahr werden sie ihrem Namen gerecht und rollen sich zu einer Panzerkugel zusammen und warten einige Zeit ab, bevor sie vorsichtig schauen, ob die Luft wieder rein ist.

Rechts seht ihr eine Assel, die sich beim Fotografieren, trotz abgestelltem Blitz, etwas erschrocken hat und zum Gürteltier mutiert ist.

 

Der Speiseplan besteht aus schon oben beschriebenen Dingen, die in der Natur den Waldboden bedecken.

Zusätzlich fressen sie gerne Salat, weiteres Gemüse und Obst.

Bei den Achatschnecken werden sie später immer etwas interessantes finden.

https://www.tinas-achatschnecken.de/
Langsam entrollt sich das Gürteltier wieder und schaut nach dem Rechten...