Tina´s Achatschnecken


Weitere Achatschnecken Arten

Es gibt noch viele weitere schicke und groß werdende Achatschnecken, die teilweise auch von gut informierten Einsteigern erfolgreich gepflegt werden können. Unter Beachtung der unterschiedlichen Bedürfnisse kann man durchaus einige Arten in verschiedenen Terrarien halten.

Da sich viele Unterarten miteinander verpaaren können und daraus Hybriden entstehen, sollte man sie auf keinen Fall zusammen in einem Terrarium pflegen.

Ich stelle euch hier noch ein paar Arten vor, die ich selber gepflegt habe.


Achatina reticulata

https://www.tinas-achatschnecken.de/

Die Achatina reticulata ist unter den Achatina Arten die 2. größte Landlungenschnecke der Welt.

Die schnell wachsende Schnecke kann durchaus eine Gehäusegröße von bis zu 17 cm erreichen. Das Haus ist braun - beige gefleckt, wie mit einer Spraydose wahllos besprüht. Als frisch geschlüpfte Babys haben sie feine, zick - zack verlaufende Linien auf dem Häuschen, die mit dem Wachstum immer mehr verlaufen und fleckiger werden.

Im Alter wird das Gehäuse oft rillig mit einer rauen Oberfläche, von der auch schon mal obere Schichten abblättern können. Dies ist aber bei dieser Art völlig normal und deutet hier nicht, wie bei anderen Arten, auf Mangelerscheinungen oder Krankheiten hin.

Der wildfarbene Körper weist vorne schöne Brauntöne auf, die mal heller und dunkler sein können. Nach hinten und unten zum Fuß hin wird die Körperfarbe cremeweiß bis gelblich.

Auch bei dieser Art gibt es albinotische Formen, dies beschränkt sich auf den Körper, das Haus bleibt wildfarben.

Die Haltung ist unter Beachtung der Bedürfnisse nicht schwer. Sie liebt es etwas wärmer. Am Tag sollte sie schon 26 - 27 Grad haben und nachts darf die Temperatur auf minimal 22 Grad absinken.

Auch hier hat sich der Thermo Control Pro2 von Lucky Reptile sehr gut bewährt, da mit dem Gerät auch die Nachtabsenkung geregelt werden kann.

Da die Art gerne auch etwas nasse Erde bevorzugt, sollte das Terrarium dementsprechend eine sehr feuchte Ecke enthalten. Auch eine höhere Luftfeuchtigkeit von bis zu 90 % mögen "Retis" sehr gerne.

Weitere Haltungsinfos könnt ihr der allgemeinen Rubrik zur Pflege der Achatschnecken entnehmen.

Als sehr neugierige und aufgeweckte Art ist die A. reticulata eine sehr interessante Schnecke, die zwar selten, aber durchaus auch mal tagsüber ihre Runden im Terra dreht und sich für alles begeistert, was um sie herum geschieht. Sie lässt sich gerne herausnehmen und versteckt sich kaum. Schon als Babys sind diese zahmen Schnecken sofort unterwegs, sobald man sie auf die Hand nimmt.

Mit ihrer Erscheinung ist die "Reti" ein tolles Haustier, die auch wie alle anderen Schnecken, gruppenweise gehalten werden sollte. Geschlechtsreif wird sie mit ca. 8 - 9 Monaten. Dann kann sie bis zu 150 ovale, ca. 5 bis 7 mm große Eier legen.

Diese Art wächst sehr schnell heran und kann mit etwa 5 - 6 Monaten schon eine Größe von über 10 cm erreichen. Dafür ist sie nicht so langlebig, wie andere Achatina Arten. Die Retis werden meist zwischen 3 und 5 Jahre alt.

Steckbrief der Achatina reticulata

Herkunft:                 Sansibar und Tansania

Lebensraum:          Wälder und pflanzenreiche Gebiete

Aktivität:                 Nacht -, und Dämmerungsaktiv, aber auch teilweise tagsüber

Lebensweise:         Sehr neugierig, sehr aktiv, schnell zahm werdend, geeignet für Einsteiger

Lebenserwartung:  Zwischen 3 und 5 Jahre

Gehäusegröße:      13 - 17 cm, selten auch bis zu 19 cm

Gehäusefarbe:       Braun - beige gestreift, unregelmäßige Muster

Körperfarben:         Weiß gelb der Albino oder hell bis dunkelbraun, heller Fuß, teils gelblich

Farbvarianten:        Wildfarben, cremefarben und Albino, aber immer mit wildfarbenem Haus

Columellafarbe:      Weiß bis klar

Apexfarbe:              Hellbeige, gelblich

Geschlechtsreife:   Mit 8 bis 9 Monaten

Eiablage:                 Zwischen 50 und 150 Eier,auch schon mal 200

Eierfarbe:                Gelblich

Eiergröße:               5 bis 7 mm, oval oder rundlich

https://www.tinas-achatschnecken.de/

Terrariumgröße:                60 x 40 x 40                80 x 50 x 50              100 x 50 x 50

Anzahl der Schnecken:           2                            bis zu 6                           ab 8 

Luftfeuchtigkeit:                85 - 90 % für Jungtiere, 85 - 90 % für große Schnecken

Temperatur:                       Tagestemperatur 26,5-28 Grad, Nachtabsenkung 23-24 Grad

Boden:                                Unbehandelte Erde, Humus, auf pH Wert 7-8 aufgehärtet                                                                   mit kohlensaurem Kalk  

Weitere Kalkgrundlage:    Sepiaschalen und Futterkalkgemisch als Suppe

Zubehör und Technik:       Siehe Zusammenfassung in der Rubrik Haltung

https://www.tinas-achatschnecken.de/
Die Achatina reticulata einige Monate später, nun sind sie zu wunderschönen Riesen heran gewachsen.

Achatina achatina

https://www.tinas-achatschnecken.de/

Nun komme ich zur Königin der Achatschnecken, die Achatina achatina, auch Tigerschnecke (Tigersnail) genannt.

Diese ausgesprochen schöne, etwas zurückhaltende Art besticht nicht nur durch ihre enorme Endgröße von ca. 16 - 18 cm, sondern auch durch ihre schicke Hausfarbe, die unterschiedlich intensiv ausfallen kann.

Mittlerweile wird sie allerdings ab und zu schon mal von ihrem Thron gestoßen und zwar von der Archachatina marginata ovum, die durchaus ohne Probleme 16, 18 und sogar 20 cm erreicht.

Aufgrund der deutlichen Streifen auf ihrem Haus erhielt sie auch ihren Namen. Auch ihre wilde, dunkle Körperfarbe, die auf dem Kopf bis fast ins schwarze geht, ist unheimlich schön.

Die A. achatina hat einige Besonderheiten, an denen man sie als echte Tigerschnecke immer gut erkennen kann. Zum einen hat sie ein weit hervorstehendes V auf der Oberseite des Fußendes, welches sehr gut zu erkennen ist, wenn die Schnecke voll "ausgefahren" ist.

https://www.tinas-achatschnecken.de/

Schon bei den Kleinsten ist das V sehr gut zu erkennen und das macht diese Art somit einzigartig.

Zudem ist die Columella bei der Achatschnecke sehr deutlich von anderen Achatinas zu unterscheiden. Sie erscheint in einem tiefen Weinrot, teilweise auch Violett.

Die A. achatina wird sehr groß, wächst allerdings sehr langsam und ist als Spätentwickler erst mit ca. 20 bis 24 Monaten geschlechtsreif. Um ein schönes Schautier groß zu ziehen, muss man etwas Geduld mitbringen.

Als etwas zurückhaltende Schnecke ist sie aber nicht weniger interessant. Alleine durch ihre besondere Größe und Farbe ist sie eigentlich immer zu sehen.

Jungtiere vergraben sich gerne tagsüber komplett in der Erde. Sie kommen als Langschläfer auch etwas später aus ihrem Tagesquartier, aber dann kann man sie wunderbar beobachten.

Als sehr wärmeliebende Art sollte man ihr auch das Terrarium dementsprchend anpassen.

Die Tagestemperatur sollte sich zwischen 28 bis 29 Grad einpendeln. Nachts darf sie höchstens bis auf 24 Grad absinken.

Auch die Königin liebt nasse Erde, daher sollte der Bodengrund zur Hälfte etwas feuchter gehalten werden. Die Tiere fühlen sich bei einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 90 % sehr wohl.

Eine Winterruhe wird meist von den Tieren automatisch eingehalten, bei der sie sich von Oktober bis teilweise in den Februar hinein kaum sehen lassen.

Die weitere allgemeine Haltung könnt ihr den anderen Rubriken entnehmen.

Steckbrief der Achatina achatina

Herkunft:                 Küstengebiete in Westafrika, Guinea, Ghana, Süd Nigeria, diese hier aus                                         Nigeria

Lebensraum:          Wälder und pflanzenreiche Gebiete

Aktivität:                 Nacht -, und Dämmerungsaktiv

Lebensweise:         Etwas zurückhaltend, aber auch zahm werdend, Spätentwickler

Lebenserwartung:  bis zu 10 Jahre

Gehäusegröße:      16 - 18 cm, selten auch bis zu 20 cm

Gehäusefarbe:       Verschiedene Brauntöne mit sehr dunklen Streifen, oft auch gelbliche                                                 Grundfarbe, je nach Herkunftsgebiet.

Körperfarben:         Sehr dunkel, zum Kopf hin fast schwarz, Fuß dunkel grau mit V auf dem                                           Schwanz. Auch Körperalbinos sind möglich.

Farbvarianten:        Wildfarben, Albino, aber immer mit wildfarbenem Haus

Columellafarbe:      Violett oder Weinrot

Apexfarbe:              Hausfarbe

Geschlechtsreife:   Mit ca. 20 bis 24 Monaten

Eiablage:                 Zwischen 50 und 200 Eier

Eierfarbe:                Gelblich

Eiergröße:               6 bis 9 mm, oval 

https://www.tinas-achatschnecken.de/

Terrariumgröße:                60 x 40 x 40                80 x 50 x 50              100 x 50 x 50

Anzahl der Schnecken:           2                            bis zu 5                           ab 6 

Luftfeuchtigkeit:                90 % für Jungtiere, 85 - 90 % für große Schnecken

Temperatur:                       Tagestemperatur 28-29 Grad, Nachtabsenkung bis minimal 24 Grad

Boden:                                Unbehandelte Erde, Humus, auf pH Wert 7-8 aufgehärtet                                                                   mit kohlensaurem Kalk  

Weitere Kalkgrundlage:    Sepiaschalen und Futterkalkgemisch als Suppe

Zubehör und Technik:       Siehe Zusammenfassung in der Rubrik Haltung

https://www.tinas-achatschnecken.de/
1,5 Jahre alte Achatina achatina Tiger mit 11 bis 12 cm

Achatina iredalei sansibar

https://www.tinas-achatschnecken.de/

Die Achatina iredalei sansibar oder auch Achatina allisa sansibar ist eine klein bleibende, aber besonders schicke Art, die durch ihre Farbgebung einfach überall hervorsticht.

Es gibt sie in 2 verschiedenen Farbtypen.

Einmal die bekannte Albinoform, bei der nur das Haus albinotisch ist mit einer sehr pink gefärbten Spitze. Der Körper bleibt dabei naturfarben, der hellbraun bis cremefarben ist mit einem dunkelbraunen bis gräulichen Kopf und grauen Fühlern.

https://www.tinas-achatschnecken.de/
Achatina iredalei sansibar ohne Wildzeichnung

Meine absolute Lieblingsfarbe dieser Art ist allerdings die wildfarbende Form, die gar nicht unbedingt gewollt ist bei den meisten Haltern, die aber so wie auf dem unteren Bild zu sehen ist, hauptsächlich in Kamerun ihre Heimat findet. Mit den braunen Streifenmustern und dem pinken Apex fällt diese Achatina sehr auf. Ein toller Farbklecks in jedem Terrarium.

 https://www.tinas-achatschnecken.de/
Achatina iredalei sansibar Wildform
 https://www.tinas-achatschnecken.de/

Die bis zu 7 cm groß werdende Achatina iredalei sansibar gehört zu den kleiner bleibenden Achatina Arten, die neben ihrer besonderen Farbe noch eine Eigenheit besitzt.

Sie bringt als lungenbrütende Schnecke lebende, fertig entwickelte Babys zur Welt.

Sie legt also nicht, wie andere Achatina Arten Eier, die sich dann unter der Erde vergraben entwickeln.

Die Babys der Iredalei sansibar sind fertig entwickelt, wenn sie von dem Muttertier entlassen werden und fangen sofort mit der Nahrungsaufnahme an.

Auch die Menge der Babys ist nicht so groß, wie bei den Artverwandten. Meist werden zwischen 25 und 40 Jungtiere geboren. Je nach Alter der Schnecke auch weniger, aber meist nicht mehr als 45.

 

 

https://www.tinas-achatschnecken.de/
Achatina iredalei sansibar wildfarben

Bei dieser Besonderheit der Vermehrung sollte man sich als zukünftiger Halter dieser Art ganz sicher sein, auch diese Babys einfrieren zu können, um eine unkontrollierte Vermehrung zu vermeiden. Hier ist es dann anders, als z:B. bei Achatina fulica. Ihr friert hier keine Eier ein, sondern hier geht es um fertige, geborene Schnecken. Dies ist nicht jedermanns Sache und muss wohl überlegt sein.

Wenn ihr euch dazu nicht fähig seht, bitte ich euch, Abstand von der Pflege dieser Art zu nehmen, da ihr sonst durch die unkontrollierte Ansammlung dieser Schnecken später Probleme bekommt, die Jungtiere wieder quitt zu werden. Eine Einzelhaltung dagegen ist eine absolute Quälerei und sollte selbstredend unterlassen werden. 

 https://www.tinas-achatschnecken.de/

Diese schicke Schnecke ist relativ einfach zu halten mit der entsprechenden Beachtung der Parameter.

Viele Halter berichten auch hier wieder, man könne diese Art bei Zimmertemperatur pflegen. 

Ähnlich wie bei der Achatina fulica ist es aber so, dass man bei einer Temperatur von 22 Grad nicht von Halten, sondern Aushalten reden kann. Denn dies ist der richtige Ausdruck dafür, wenn diese Art so in ein Terrarium gesetzt wird.

Auch eine Iredalei sansibar braucht ihrer Herkunft entsprechend mindestens 26 bis 27 Grad am Tag. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie sich zwischen 26 bis 27 Grad sehr wohl fühlt. Nachts senke ich die Temperatur auf 23 bis 24 Grad ab.

Wird sie kühler gehalten, entstehen oft Gehäuse - Wachstumsschäden. Das Haus wächst dann nicht regelmäßig und weist Rillen und wellenförmige Dellen auf. Die Tiere können sich dann nicht ordnungsgemäß entwickeln.

Die Feuchtigkeit darf auch hier ruhig bei 90 Prozent liegen. Die Sansibar versteckt sich tagsüber gerne unter Laub oder im feuchten Moos. Sie mag es feuchter und nutzt dies auch aus.

Sie liebt sehr nasse Erde.

In einem 60 cm Terrarium lässt sich eine Gruppe von 5 bis 7 Tieren sehr gut pflegen.

https://www.tinas-achatschnecken.de/

Vorsicht: Namentliche Verwechslungsgefahr!

Diese Art wird oft gleich gestellt mit Achatina zanzibarica, bzw auch mit Achatina allisa . Diese sind weitere Unterarten, haben aber keine pinke Spitze, wie die Achatina iredalei sansibar.

Lediglich die Achatina Zanzibarica kann bei ihrer feinen , wildfarbenen Zeichnung mit dünnen Strichen einen braunen, wie auch einen leicht rosa farbenen Apex besitzen.

Die Achatina allisa kommt mit einem gelben Gehäuse vor, aber immer mit wildfarbenem Körper, so wie die Sansibar.

Auch die Achatina allisa und die Zanzibarica lebt ähnlich, wie die Sansibar, sie werden aber durchaus 1 cm größer, als Achatina iredalei sansibar.

 

Die Achatina iredalei sansibar wird wie gesagt oft als Achatina zanzibarica bezeichnet, nur weil sie oft keine wildfarbene Gehäuse aufweist. Diese beiden Arten haben aber erst mal nichts miteinander zu tun. Achatina zanzibarica ist in 3 Farbtypen zu finden, wird aber bedeutend größer mit zwischen 8 bis 10 cm und hat ein dünn gestreiftes Gehäuse als Wildform mit einem leicht rosafarbenen oder wildfarbenem Apex. Mit einem sehr spitzen Gehäuse hat sie auch eine andere Form. Sie ist zwar auch lebendgebärend, bringt aber auch der Größe entsprechend bedeutend mehr Jungtiere auf die Welt. Achatina iredalei sansibar hat eine rundliche Gehäusespitze mit der bedeutend geringeren Endgröße.

Alle drei Unterarten sind aufgrund eigener Populationen in Bereichen Kameruns entstanden.

Leider werden durch Mischung der einzelnen Populationen oft Hybriden gezogen, die dann irgendeiner Art ähnlich sehen und werden dann eigenhändig Zanzibarica oder allisa genannt.

Die Endgröße, wie auch die Art der Wildzeichnung werden dabei außer Acht gelassen.

Steckbrief der Achatina iredalei sansibar

Herkunft:                Kamerun

Lebensraum:          Wälder und pflanzenreiche Gebiete

Aktivität:                 Nacht -, und Dämmerungsaktiv

Lebensweise:         Zahm werdende Art, schnell wachsend  

Gehäusegröße:      7 bis meist 8 cm, nicht größer.

Gehäusefarbe:       Gelbe Grundfarbe mit braunen Streifenmustern, pinker Apex

Körperfarben:         Hell braun bis cremefarben, Kopf dunkel braun bis grau, graue Fühler

Farbvarianten:        Wildfarben, gelbes Haus,Albina, aber immer mit wildfarbenem Körper                                               und pinker Spitze, bis auf die Albinahäuser, diese sind leicht limettenfarbig.

Columellafarbe:      Hausfarben, bei der Wildform oft braun gezeichnet.

Apexfarbe:              starke Pink - Färbung, außer Albinas

Geschlechtsreife:   Mit ca. 5 bis 6 Monaten

Eiablage:                 Keine Eier, lebendgebärend , vivipar, lungenbrütend, ca. 20 bis 40 Babys

 

 

https://www.tinas-achatschnecken.de/

Terrariumgröße:                60 x 40 x 40                80 x 50 x 50              

Anzahl der Schnecken:           6 - 8                            ab 8                            

Luftfeuchtigkeit:                85 - 90 % für Jungtiere, 85 - 90 % für große Schnecken

Temperatur:                       Tagestemperatur 26-27 Grad, Nachtabsenkung 23 Grad

Boden:                                Unbehandelte Erde, Humus, auf pH Wert 7-8 aufgehärtet                                                                   mit kohlensaurem Kalk  

Weitere Kalkgrundlage:    Sepiaschalen und Futterkalkgemisch als Suppe

Zubehör und Technik:       Siehe Zusammenfassung in der Rubrik Haltung

 https://www.tinas-achatschnecken.de/
https://www.tinas-achatschnecken.de/
2 Monate alte Achatina iredalei sansibar Wildfarben
https://www.tinas-achatschnecken.de/
Achatina iredalei sansibar Albina Jungtiere

Limicolaria martensiana

https://www.tinas-achatschnecken.de/
Limicolaria martensiana

Diese wunderschöne, kleiner bleibende Gattung der Achatinidae Großfamilie möchte ich euch nicht vorenthalten.

Die süße, farbenfrohe Schnecke, auch liebevoll Limi genannt, gibt es in verschiedenen Unterarten.

Ähnlich aussehend mit etwas anderem Muster, gibt es z.B. noch die nicht weniger beliebte Limicolaria flamea.

 

Die Limicolaria martensiana gibt es auch als Albino mit Streifen oder auch ohne Zeichnung.

Das Haus kann bei der Naturform braune, bis fast schwarze Streifen auf gelb, beigen Grund  aufweisen, die sich im Zickzackmuster mit feinen, wellenförmigen Linien abwechseln. Je älter die Tiere werden, desto deutlicher abgegrenzt erscheinen die Farben. Die Columella erscheint auffallend dunkelrot. Der Körper ist interessant hell beige mit oft grünlich gelblichem Schimmer. Oft sind auch Grautöne erkennbar.

 

Mit dieser Farbgebung ist die Limi eine der interessantesten Schnecken überhaupt.

https://www.tinas-achatschnecken.de/

Aber nicht nur die Farbe hat es in sich, diese 5 cm groß werdende Landschnecke hat noch eine große Besonderheit.

Dass Schnecken nicht gerne alleine leben und auch nicht gerne aus einer Gruppe getrennt werden möchten, wissen wir durch die langen Studien an den einzelnen Arten.

Diese Art setzt aber nochmal ein besonderes Merkmal drauf.

Limis betreiben ein ganz intensives Sozialleben untereinander, ähnlich wie ein Bienenschwarm. Je mehr Limis in einer Gruppe leben, desto besser geht es ihnen und desto mehr erkennt man eine sehr besondere Gruppenarbeit.

Die Tiere schließen sich abends zusammen und kommen im Schwarm zum Futter, ähnlich, wie die Bienen am Tage.

Jede einzelne Schnecke aus der Gruppe wird erkannt und begrüßt.

Das Sozialgefüge ist sogar so innig, dass einzelne Individuen sogar eingehen, wenn sie aus der Gruppe gerissen werden.

Wenn eine Gruppe einmal zu groß wird, kann man sie zwar teilen, aber dies sollte erst ab einer Anzahl von mindestens 25 bis 30 Tieren passieren, da sonst unter Umständen die ganze Gruppe leidet.

Es gibt Berichte, in denen Gruppen geteilt wurden und die Tiere beider Teile später nacheinander gestorben sind.

Möchte man späteren Nachwuchs einer stabilen Gruppe nicht behalten, sollte man sie schon als Gelege aus dem Elternterrarium nehmen und getrennt aufziehen oder einfrieren.

 

Auch sonst sollte man die Arbeiten am Limi Terrarium auf das Nötigste begrenzen, um die Tiere nicht zu viel zu stören. Allerdings werden sie trotz dessen sehr zahm und sind auch sehr neugierig. Selbst am Tag kommen sie gerne schauen, wenn ich das Terrarium mit neuem Futter bestücke oder Reinigungsarbeiten durchführe.

Das Becken darf für eine Gruppe, die eine Mindestgröße von 6 bis 8 Tieren betragen sollte, 60 cm Länge haben. 

Auch mit anderen Schneckenarten lassen sie sich gut vergesellschaften, vorausgesetzt sie brauchen die selben Lebensbedingungen.

Die Limicolaria martensiana lebt in waldähnlichen Gebieten in Uganda, Tansania und Kenia.

https://www.tinas-achatschnecken.de/

Bei ca. 26 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von gut 90 Prozent fühlen sich die kleinen Kriecher sehr wohl.

Sie leben eigentlich sehr aktiv, und vergraben sich nur selten, daher sind sie auch tolle Schnecken für Kinder, die mit einem kleineren Terrarium im Zimmer genügend Platz für die süßen Schleimer haben.

Wenn sich die Limis im Laub oder zwischen Ästen verstecken, verschmelzen sie durch ihre Farbe regelrecht mit ihrer Umgebung.

https://www.tinas-achatschnecken.de/

Limicolarias lieben bewachsene Terrarien mit Stämmen, Moos und viel Herbstlaub.

Diese Schnecken sind keine Kostverächter. Sie fressen alles mögliche an Obst und Gemüse, von Gurke bis hin zu Melone ist alles dabei. Auch Kalk, Mehlwürmer usw fressen sie sehr gerne und bekommen damit ein wunderschönes, glattes Gehäuse.

Ab und zu mögen sie sehr gerne Spirulinapulver, welches sie von angefeuchtetem Salat oder Moos abweiden.

Wenn man also ihre kleine Eigenheit beachtet, absolut nicht von ihren Kameraden getrennt werden zu dürfen, hat man eine neugierige, zahm werdende und sehr farbenfrohe Truppe im Terrarium.

Wie alt diese Tiere nun in der Natur genau werden, ist immer noch nicht ganz definitiv geklärt, da es anfangs schwierig war, diese Gruppentiere auf Dauer zu halten. Mittlerweile bestehen tolle, stabile Zuchtstämme aus Nachzuchten, die durchaus mindestens bis zu 5 Jahre alt werden können.

Steckbrief der Limicolaria martensiana

Herkunft:                Uganda, Tansania und Kenia

Lebensraum:          Wälder und pflanzenreiche Gebiete

Aktivität:                 Nacht -, und Dämmerungsaktiv, auch schon mal tagsüber

Lebensweise:         Neugierig, zahm werdend, aktive Art

Lebenserwartung:  meistens maximal 2 Jahre, selten älter

Gehäusegröße:      maximal 5 cm, klein bleibende Art

Gehäusefarbe:       Dunkelbraune, bis schwarze breite, zickzack förmige Streifen auf beigem                                         Grund. An jeder Gehäusewindungsnaht befindet sich ein das Gehäuse                                             umschließendes Band mit feinen, roten Strichen. 

Körperfarben:         Hellbrauner, beiger Körper mit oft grünlicher bis gelber Farbe. Fuß heller.

Farbvarianten:        Naturfarben, Albinohaus mit und ohne Streifen, aber immer mit                                                         naturfarbenem Körper.

Columellafarbe:      dunkelrot bis violett

Apexfarbe:              hell beige mit feinen, roten Strichen

Geschlechtsreife:   Mit ca. 5 - 6 Monaten

Eiablage:                 Zwischen 20 und 30 Eier

Eierfarbe:                weiß oder gelblich

Eiergröße:               3mm 

 https://www.tinas-achatschnecken.de/
Limicolaria martensiana Jungtiere

Terrariumgröße:                               40 x 40 x 40              60 x 40 x 40

Anzahl der Schnecken:                       ab 6                           ab 15 

Luftfeuchtigkeit:                85 - 90 % für Jungtiere, 85 - 90 % für große Schnecken, feuchte bis                                                  nasse Erde

Temperatur:                       Tagestemperatur 26 bis zu 27 Grad, Nachtabsenkung bis minimal                                                      22,5 Grad

Boden:                                Unbehandelte Erde, Humus, auf pH Wert 7-8 aufgehärtet                                                                   mit kohlensaurem Kalk,mag Waldboden mit Moos und vielen Blättern

Weitere Kalkgrundlage:    Sepiaschalen und Futterkalkgemisch als Suppe

Zubehör und Technik:       Siehe Zusammenfassung in der Rubrik Haltung

Die gemeine Lakritzschnecke Lakritzus Schneckus

Für all Diejenigen, denen die Haltung von Achatina Arten dann doch zu aufwendig und zu anstrengend ist, empfehle ich die sehr robuste und pflegeleichte Lakritzschnecke.

Die bekannte, schwarze, sehr hervorstechende Schneckenart fällt überall auf und ist ein absoluter Hingucker.

Der Vorteil an ihr ist, dass sie platzsparend in Tüten gehalten werden kann. Aber auch sie fühlt sich in Gruppen wohl. Eine Tüte kann durchaus 15 bis 20 dieser herrlichen Geschöpfe beherbergen.

Auf dem Tisch dekoriert, kann man sie jederzeit beobachten und ihr geselliges Treiben studieren. 

In ihrer ursprünglichen Heimat, den Fabrikhallen und Fertigungsstraßen in Städten wie Bonn, fühlen sie sich sehr wohl. Dort vermehren sie sich und warten gut verpackt auf ihre neuen Halter.

 

Die Lakritzschnecke wird ungefähr 5 cm groß und hat ein flaches, tellerförmiges Gehäuse.

Es ist nicht so glatt, wie bei anderen Schnecken, das Häuschen weist tiefe Rillen auf.

Die Lakritzschnecke ist auch sehr genügsam, lebt von Luft und Liebe, darf allerdings nicht zu kalt gehalten werden, da sie sonst sehr hart wird. Zimmertemperatur reicht ihr völlig aus.

 

Leider wird diese Schneckenart nicht sehr alt, oft verschwinden einzelne Tiere plötzlich beim Beobachten der Selbigen. Warum dies geschieht, ist bisher nicht erforscht.

Ab und zu riechen sie nach Anis und Süßholz, was zum normalen Erscheinungsbild dieser Gattung gehört. Dafür produzieren sie keine Ausscheidungen, sind absolut stubenrein, brauchen auch nichts zu fressen oder zu trinken, was gerade den Haltern sehr zugute kommt, die ihre Schnecken auch mal ein paar Tage alleine lassen wollen.

Dazu legen sie die geschlossene Tüte mit den Schnecken in eine dunkle Schublade, darin halten sie sogar Monate aus, ohne dass man sich darum kümmern muss.

Man sollte eine zu feuchte Haltung vermeiden, da sie sonst dazu neigen, zu schimmeln.

Ein großer Vorteil ist es, dass sich diese Schneckenart nicht in menschlicher Obhut vermehrt. Daher ist auch keine Plage zu erwarten. Bei der Pflege in Gefangenschaft ist bisher keine Nachzucht gelungen. Sie scheint sich nur in ihrer Heimat, in ihrem natürlichen Habitat, den Fließbändern der Fabriken erfolgreich zu vermehren.

 

Daher muss man als Halter immer darauf achten, genügend Tiere nachzukaufen. Da diese Schnecken nicht all zu teuer sind, ist es kein Problem, an gesunde Schnecken zu kommen. 

Man kann sie in jedem gut sortierten Handel einkaufen.

Dort sollte man aber darauf achten, dass neben diesen Schnecken auch Frösche, Bären und andere Tiere erhältlich sind. Jeder ist dazu geneigt, diese netten und possierlichen Tierchen dazu zu setzen. Dies ist kein Problem, da Lakritzschnecken von Natur aus sehr gesellig und friedlich sind. Zu beachten ist allerdings der Sucht Faktor, sich immer mehr dieser Haustiere anzuschaffen.

 

Alles in allem ist die Lakritzschnecke eine tolle Alternative für alle, die weder in Technik, noch in ein großes Terrarium investieren möchten und es so gar nicht einsehen, viel Geld für die Tiere auszugeben.

 

 

Steckbrief der Lakritzschnecke Lakritzus Schneckus

Herkunft:                 Sie leben ursprünglich auf Fabrikgeländen in Städten, wie Bonn 

Lebensraum:          trockene Tüten, Becher, Tupperdosen. 

Aktivität:                 Tag -, und Nachtaktiv

Lebensweise:         Etwas zurückhaltend, verstecken sich meist in ihrer Elterntüte

Lebenserwartung:  nicht sehr alt, in Menschenobhut meist nur wenige Tage

Gehäusegröße:      ca. 5 cm

Gehäusefarbe:       Tief schwarz, mit braunem Schimmer

Körperfarben:         Schwarz

 

Geschlechtsreife:   Nicht erforscht, da sie meistens schon vorher in Menschenhand                                                       verschwinden. Ihr Verbleib ist dann meist ungeklärt.

Eiablage:                 Nicht erforscht. In den ursprünglichen Lebensräumen in Fabriken vermehren                                   sie sich aber gut. In Menschlicher Obhut ist noch keine Vermehrung gelungen

 


Zurück zu Achatina fulica

Weiter zu Asseln als Mitbewohner