Tina´s Achatschnecken


Die Haltung von Achatschnecken

Das Terrarium

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Terrarium oder Aquarium? Das große Thema.

Unabhängig von der benötigten Größe des Beckens kann man sich überlegen, ob man sich das neue Schneckenzuhause in einem klassischen Terrarium oder in einem Aquarium einrichten möchte.
Ich habe beide Varianten ausgetestet und habe positive, wie auch negative Erfahrungen mit beiden Optionen gemacht.
Ich habe die Erfahrungen bei meinen Terrarien mit Schiebetüren gemacht, dass sich die großen Schnecken gerne an alle Scheiben heften, um ihre Tagesruhe zu halten. Leider wollen sie das mit Vorliebe an den Schiebetüren bewerkstelligen und somit ist es nicht immer möglich, die Türen aufzuschieben, ohne die Tiere beim Schlaf zu stören. Dies ist zwar störend, aber mittlerweile muss ich sagen, dass für mich nur noch Terrarien in Frage kommen und zwar aus folgenden Gründen.

 

Aquarien, wie ich sie auch genutzt habe, kommen nicht mehr in Frage. Auch wenn man alles schön von oben erreichen kann, die Reinigung sehr einfach ist und die Tiere nicht gestört werden, überwiegen die negativen Eigenschaften eines Aquariums in meinen Augen doch sehr.

 

Leider ist eine Abfuhr von Kohlendioxid, welches die Schnecken ausatmen, beim Aquarium in keinster Weise gewährleistet. Auch wenn die Abdeckung aus Scheiben mit Lüftungen besteht, kann das Kohlendioxid nicht regelmäßig entweichen, da es sich unten im Becken absetzt und zur Gefahr für die Tiere wird. Staut sich die Abluft, schläfern sich die Schnecken im wahrsten Sinne des Wortes selber ein.

Ich habe die Erfahrung anfangs bei der Aufzucht von kleinen Fulicas gemacht, die ich in einem ehemaligen Spinnenterrarium mit Falltür gehalten hatte. Ich musste beobachten, dass die Tiere immer träger und inaktiver wurden. Manchmal lagen sie sogar mit der Öffnung nach oben im Becken und nur beim Herausnehmen und besprühen des Terras wurden sie nochmal für kurze Zeit wach.

Der Grund war sehr simpel. Das Terra hatte zwar eine obenliegende Entlüftung, aber am Boden staute sich die schwere, schlechte Luft an. Ich habe dann einen Lochblechstreifen an der unteren Kante der Falltür angebracht, und schon konnte die schwere Luft entweichen, die Schneckis wurden  allmählich wach, fraßen wieder und wanderten wieder umher.

Somit war für mich klar, dass ich keine Becken mehr verwende, die unten komplett zu sind.

 

Gewöhnliche Abdeckungen von Aquarien sind meist auch nicht geeignet, die Schnecken geraten leicht an die Leuchtstoffröhre beim Klettern und verbrennen sich womöglich. Die Reinigung der Abdeckung gestaltet sich auch nicht wirklich einfach.

Alternativ kann man sich auch einen unbehandelten Holzrahmen bauen und diesen mit Fliegennetz bespannen, aber auch damit habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, denn beim Fliegennetz entfleucht sehr viel Luftfeuchtigkeit und Wärme über das Netz nach oben weg.

Der Effekt ist, dass man so viel sprühen kann wie man will. Die Erde ist am Ende pitschnass, aber die Luftfeuchtigkeit im Aquarium bleibt meist sogar unter 40 %, was deutlich zu wenig ist. Die Schnecken ziehen sich zurück, fressen kaum oder gar nicht mehr und können auch nach Wochen noch durch die Folgen der trockenen Haltung eingehen.
Die Reinigung des Aquariums und der Austausch vom Bodengrund gestaltet sich zwar um einiges einfacher, da alles geräumig von oben heraus genommen werden kann, dennoch bleibe ich bei der Verwendung von Terrarien bei meiner Haltung der Achatschnecken.

Die jeweils eigenen Erfahrungen und Vorlieben werden zeigen, womit jeder einzelne Halter besser zurecht kommt.

Mein Tipp ist es, in ein Terrarium zu investieren, welches man auch günstig gebraucht kaufen kann.

Dabei darf die obere Entlüftung tatsächlich zu sein, damit die Luftfeuchtigkeit nicht entweichen kann. Wichtiger ist die untere Entlüftung, diese muss immer offen bleiben.

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Hier habe ich selber ein Lochblech an die Unterkante der Schiebetür geklebt, um eine Entlüftung zu gewährleisten.


Damit man sich beim Zusehen der nachtaktiven Schnecken nicht die Tapete hinter dem Terrarium ansehen muss, könnt ihr darüber nachdenken, eine hübsche Fotorückwand auf die Rückseite von außen an das Terrarium anzubringen. Dafür sind in der Aquarien und Terrarienabteilung einige schicke und dekorative Motive erhältlich. Man kann sie mit Folienkleber blasenfrei aufkleben oder nach herkömmlicher Weise mit Tesa festkleben.
Auch die Möglichkeit , eine 3 D Rückwand im Becken einzubringen , sieht sehr naturnah aus und ist ein schöner Blickfang in jedem Terrarium. Allerdings sollte sie herausnehmbar sein, um sie ab und zu grundreinigen zu können.

 

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Auch hier leben einige Achatina fulica in einem Terrarium mit unten liegender Entlüftung.

Als Wärmequelle nutze ich persönlich Elstein - Infrarot Wärmelampen in Zusammenarbeit mit einem Lucky Reptile Thermo Control Pro 2 Steuergerät, dazu beim Thema Temperatur mehr.

Die Beleuchtung kann von außen als Hängelampe oder Klemmlampe am Aquarium befestigt werden. Ich nutze 3 Watt LED Einbauleuchten.

Eine Zeitschaltuhr oder ein Steuergerät hilft, Strom zu sparen und den Schnecken einen regelmäßigen Tagesablauf zu bieten.

Ein Hygrometer und ein Thermometer sollte sichtbar im Terrarium platziert werden, um beide Parameter regelmäßig überprüfen zu können.

Ob ihr ein digitales Kombigerät nehmt, oder analoge Anzeigen, bleibt dabei euch überlassen.

In der Rubrik Temperatur und Luftfeuchtigkeit gehe ich konkret auf die Nutzung der gesamten Technik ein.


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