Tina´s Achatschnecken


Das Terrarium

Inhalt dieser Rubrik:

Welches Terrarium ist geeignet

Wo kaufen wir Terrarien

Warum ein Terrarium und kein Aquarium

Welche Terrariengröße für welche Art?

Rückwand des Terrariums gestalten

 https://www.tinas-achatschnecken.de/

Welches Terrarium ist geeignet?

Bitte kauft euch ein ganz normales Vollglasterrarium mit Schiebetüren und schmalen, oben und unten liegenden Luftgittern aus Aluprofil.

Bitte kauft keine Terrarien, die einen Deckel aus Gaze, bzw. Gewebe- Luftgitter haben.

Diese Terrarien sind nicht zur Haltung von sämtlichen Achatschnecken geeignet.

Wie unter Luftfeuchtigkeit und Temperatur beschrieben, muss das obere Luftgitter nach der Installation von Technik und Lampen komplett abgeklebt werden. Dies ist bei Terrarien mit Gitterstreifen aus Alu-Blech kein Problem und mit wenigen Handgriffen und etwas Gewebeklebeband erledigt..

Leider ist dies bei Terrarien mit Gaze Deckeln, die auch keine Installation von Lampen usw.  gestatten, nicht möglich.

Auch mit zukaufbaren Abdeckungen, die aus Kunststoff hergestellt sind, kann die Dichtigkeit und Überhitzungsschutz nicht gewährleistet werden.

Luftfeuchtigkeit und Wärme können in diesen luftdurchlässigen Becken nicht gehalten werden.

 

Die Größe des Terrariums richtet sich ja nach der Art der Schnecken, die ihr pflegen möchtet.

Die Daten zur Größe, abhängig von Art und Größe der Gruppe findet ihr in den Steckbriefen.

 

Wichtig ist, dass ihr Terrarien kauft, die nicht hoch, sondern lang sind.

Die Höhe ist für Schnecken nicht ausschlaggebend, da sie bodenorientiert leben.

Dabei ist es sogar eher gefährlich, wenn ein Tier aus einer gewissen Höhe auf Gegenstände herunter fällt, da die Schnecke schwere Verletzungen davon tragen kann.

Der nächste Punkt ist, dass die Wärme nach oben steigt und das Terrarium in den unteren Regionen überhaupt nicht richtig geheizt werden kann. Die Folge sind unterkühlte Schnecken, die ihren Stoffwechsel einstellen.

 

Hier die gängigen Größen, die geeignet sind.

60x30x30

60x30x40

80x40x40

80x50x50

100x50x50

100x60x60

120x60x60

https://www.tinas-achatschnecken.de/

Hier seht ihr ein geeignetes Terrarium von oben.

Zu sehen ist das obere Luftgitter, bestehend aus Aluprofil. In den meisten Fällen ist dieses Luftgitter ca. 6 bis 10 cm breit, je nach Größe das Terrariums.

In diesem Lochblech kann man dann, wie in der Rubrik Temperatur und Luftfeuchtigkeit beschrieben, sämtliche Technik installieren.

Durch Bohrungen im weichen Blech kann man alle notwendigen Lampen usw. befestigen.

Aus diesem Grund kauft bitte keine Terrarien mit einem Luftgitter aus Gewebematerial oder mit Plastikabdeckungen. Diese sind nicht hitzegeschützt und man kann keine Technik in diesen unstabilen Deckeln befestigen.


Wo kaufen wir Terrarien

Ihr erhaltet gut verarbeitete und wasserdichte Vollglas Terrarien in gut sortierten Zoofachhandlungen.

Natürlich kann man auch gebrauchte Terrarien in diversen Anzeigenportalen erwerben.

Solltet ihr beim Kauf auf einen Versand angewiesen sein, kann ich euch hier den seit 1965 bestehenden Münchner Zoo-Fachmarkt empfehlen.

 

In dieser Zoofachhandlung werden neben einer großen Auswahl an tierischem Zubehör und Tieren auch fachgerecht hergestellte Vollglas Terrarien verkauft und bei Bedarf deutschlandweit verschickt.

Auch Sonderanfertigungen werden auf Wunsch berücksichtigt.

Die Inhaberin Frau Julia Mittermaier steht euch zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen für eine Beratung zum Kauf eines Terrariums gerne zur Verfügung. Dort ist auch bekannt, welche Terrarien für die Schneckenhaltung geeignet sind.

Bei Interesse könnt ihr euch zu den dort üblichen Öffnungszeiten persönlich, telefonisch oder per Mail mit dem Zoo-Fachmarkt in Verbindung setzen.

 

Hier alle Kontaktdaten:

MZF Münchner Zoo-Fachmarkt GmbH

Moosacher Str. 24

80809 München

Telefon: 089/3544911

Fax:      089/3542454

Mail: info@muenchner-zoo-fachmarkt.de

Website: https://mzf.muenchner-zoo-fachmarkt.de/

Solltet ihr an einem Terrarium wie diesem oder anderen interessiert sein, bitte ich euch, direkt mit dem Zoofachmarkt in Verbindung zu treten.


Warum ein Terrarium und kein Aquarium?

 - Meine persönliche Empfehlung ist ein Vollglas Terrarium mit Schiebetüren und einer Oben und unten liegenden Belüftung aus schmalem Aluprofil.

Die Installation der notwendigen Technik erkläre ich in den folgenden Rubriken, wie z. B. Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

 

Aquarien, wie ich sie auch vor vielen Jahren genutzt habe, kommen nicht mehr in Frage. Auch wenn man alles schön von oben erreichen kann, überwiegen die negativen Eigenschaften eines Aquariums in meinen Augen doch sehr.

 

Leider ist eine Abfuhr von Kohlendioxid, welches die Schnecken ausatmen, beim Aquarium in keiner Weise gewährleistet.

Wenn die Abdeckung aus Netzmaterial, Gitter, Plastik mit Löchern oder Holz besteht, entweichen Wärme und Luftfeuchtigkeit unkontrolliert nach oben weg. Kohlendioxid kann zusätzlich nicht kontrolliert entweichen, da es sich unten im Becken absetzt und zur Gefahr für die Tiere wird, da unten keine Lüftungen vorhanden sind.

Staut sich die Abluft, schläfern sich die Schnecken im wahrsten Sinne des Wortes irgendwann selber ein.

Gleichzeitig sollte aber oben alles abgedichtet sein, da sonst Wärme und Luftfeuchtigkeit entweichen, also ist keinerlei Abluft möglich.

 

Schnecken, die unter Sauerstoffmangel leiden, liegen frei im Terrarium.

Sie ziehen sich weit in ihr Haus zurück und verharren regungslos auf dem Rücken liegend auf einem Platz. 

 

Gewöhnliche Abdeckungen von Aquarien sind meist auch nicht geeignet, die Schnecken geraten leicht an die Leuchtstoffröhre beim Klettern und verbrennen sich womöglich. Die Reinigung der Abdeckung gestaltet sich auch nicht wirklich einfach.

Die Alternative, sich einen Holzrahmen zu bauen und diesen mit Fliegennetz zu bespannen, könnt ihr auch vergessen. Denn beim Fliegennetz, genau wie bei Alu - Abdeckgittern entfleucht sehr viel Luftfeuchtigkeit und Wärme über das Netz nach oben weg.

 

Der Effekt ist, dass man so viel Wasser sprühen kann wie man will.

Die Erde ist am Ende pitschnass, aber die Luftfeuchtigkeit im Aquarium bleibt meist sogar unter 40 Prozent, was deutlich zu wenig ist.

Die Schnecken ziehen sich zurück, fressen kaum oder gar nicht mehr und können auch nach Wochen noch durch die Folgen der trockenen Haltung und der fehlenden Wärme eingehen.

 

Die jeweils eigenen Erfahrungen und Vorlieben werden zeigen, womit jeder einzelne Halter besser zurecht kommt, wobei ich da an die Bedürfnisse der Schnecken verweise und wie gesagt Terrarien empfehle.

Mein Tipp ist es, in ein Terrarium zu investieren, welches man auch günstig gebraucht kaufen kann.

Dabei darf die obere Entlüftung tatsächlich zu sein, damit die Luftfeuchtigkeit nicht entweichen kann. Wichtiger ist die untere Entlüftung, diese muss immer offen bleiben!

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Hier ist die notwendige, untere Belüftung eines Terrariums zu sehen.

Welche Terrariengröße für welche Art?

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Quelle: Pixabay

Dieses Bild, aufgenommen in Kamerun zeigt euch die sehr hohe Vielfalt von Pflanzen, Bäumen und die hohe Dichte der Pflanzen.

Auch das hohe Vorkommen an kleinen Tümpeln kommt den Schnecken zu Gute, gerade Archachatina Arten lieben sie.

Was genau hat dies nun mit der Größe des Terrariums zu tun?

Oft wird empfohlen, je größer das Terrarium, desto besser für die Tiere. Dies ist in erster Linie auch richtig.

Allerdings muss man hier die gründliche Form des Aufbaus eines Terrariums hierzulande sehen. Es wird ein z.B. 150 cm Terrarium für ein paar Archachatina marginata ovum aufgebaut. So weit, so gut.

In diesem Terrarium werden eventuell ein paar Zierpflanzen, Äste, ein Futter-, und ein Wassernapf aufgestellt, fertig. In weiteren Rubriken, wie z.B. Eingewöhnung habe ich schon beschrieben, dass Jungtiere, aber auch ältere Schnecken dieses Platzangebot oft überhaupt nicht hilfreich finden.

Plötzlich fressen sie nicht mehr, buddeln sich ständig ein, ihre Aktivität wird komplett herunter gefahren. Warum ist das so?

Und hier komme ich wieder zum Bild aus Kamerun. Schnecken haben absolut keinen Grund, weite Strecken zu kriechen, um an Futter zu kommen. In ihrer natürlichen Umgebung wachsen so viele fressbare Pflanzen, dass sie diese niemals komplett abweiden könnten. Sie wachen abends auf und fallen quasi ins Futter. Sie haben es nicht nötig, weite Wege zurück zu legen. Wer die Tiere schon einmal in der Natur beobachten konnte sieht, dass sie weit aus weniger Strecken zurück legen, als hier angenommen wird.

Und nun kommen wir wieder zum hier heimischen Terrarium. Wir haben hier 150 oder auch 120 cm brach liegende Erde mit einem Futternapf in der Mitte.

Die Schnecken suchen nach Futter. Da sie nun mal nicht die Sinne besitzen, Futter sofort auf weite Entfernung auszumachen, kann es durchaus passieren, dass sie schlichtweg und sehr oft bei der Suche an diesem Futternapf vorbei kriechen. Die brauchen diese Sinne in der Natur nicht. Die Folge davon ist, dass die Tiere sich vergraben und auf bessere Zeiten warten. Eine Schnecke wird nicht tagelang nach Futter suchen. Sie wird dagegen ihren Stoffwechsel herunter fahren und 

einfach abwarten, um Kraft zu sparen. 

Leider wird im Terrarium aber kein Kraut vor ihr wachsen, wie in ihrem Herkunftsland.

Und da liegt das Problem.

Deswegen empfehle ich persönlich eher etwas kleinere Terrarien der Größe der Tiere entsprechend. Leider stoße ich in Foren und Gruppen diverser sozialen Medien auf Widerstand.

Ich sage immer dabei - wenn jemand bei der Einrichtung das Einsäen von Gräsern usw. berücksichtigt, so dass das komplette Terrarium bewachsen ist, sehe ich kein Problem in großen Becken.

Leider ist dieses aber nicht überall durchsetzbar, da in diesen Becken nicht regelmäßig nach Eiern gesucht werden kann, ohne diese Vegetation wieder zu zerstören. Man muss dann geschlüpfte, lebende Babyschnecken frosten, um eine Überbevölkerung der Tiere im Terrarium zu vermeiden.

Von dieser Methode sehen aber die meisten Halter aus moralischen Gründen ab.

Daher sollte man meiner Meinung nach einfach den Kompromiss zwischen der optimalen Terrariengröße und dem Verhalten der Tiere eingehen. Zusätzlich lernt jeder Halter das spezielle Verhalten seiner eigenen Tiere kennen und kann später selber einschätzen, welche Größe von Terrarium geeignet ist.

In den einzelnen Steckbriefen habe ich die Terrariengrößen, mit denen ich der Art entsprechend die besten Erfahrungen gemacht habe, aufgezählt.

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Quelle: Pixabay

Hier nochmal der beeindruckende Bewuchs der Landschaft Kameruns, in der die verschiedenen Schneckenarten leben. Futter im Überfluss.


Rückwand des Terrariums gestalten

Damit man sich beim Zusehen der nachtaktiven Schnecken nicht die Tapete hinter dem Terrarium ansehen muss, könnt ihr darüber nachdenken, eine hübsche Fotorückwand auf die Rückseite von außen an das Terrarium anzubringen.

Dafür sind in der Aquarien und Terrarien Abteilung der Zoohandlungen einige schicke und dekorative Motive erhältlich.

Man kann sie mit Folienkleber blasenfrei von außen aufkleben oder nach herkömmlicher Weise mit Tesa festkleben.
Auch die Möglichkeit , eine 3 D Rückwand im Becken einzubringen , sieht sehr naturnah aus und ist ein schöner Blickfang in jedem Terrarium.

Allerdings sollte sie herausnehmbar sein, um sie ab und zu grundreinigen zu können. Gleiches gilt auch für Korkrückwände.

Zudem ist darauf zu achten, dass 3 D Wände nicht aus Styropor hergestellt wurden, da diese von den Schnecken tatsächlich angefressen werden.

 

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Auch hier meine ehemaligen Lissachatina fulica in einem Terrarium mit unten liegender Entlüftung.

In der Rubrik Temperatur und Luftfeuchtigkeit gehe ich konkret auf die Nutzung der gesamten Technik für Heizung, Beleuchtung usw. ein.

In der Rubrik Bodengrund findet ihr alles zum Thema Erde und deren Aufbereitung.

Beim Thema Deko und Pflanzen könnt ihr euch informieren, welche Art von Einrichtung ihr im Terrarium verwenden könnt.