Tina´s Achatschnecken


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Die Eingewöhnung

Inhalte dieser Rubrik:

Allgemeines zum Umzug

Unterstützung nach dem Umzug

Mehr Aufmerksamkeit für Babys

Parameter bei der Eingewöhnung

Allgemeines zum Umzug

Nachdem das Terra eingerichtet ist und alle Vorbereitungen getroffen sind, können die neuen Bewohner nun einziehen.

Ob es nun schon erwachsene Achatschnecken oder auch kleine, wenige Zentimeter große Tiere sind, macht in der ersten Zeit der Haltung schon einen Unterschied, gerade für unerfahrene Halter.

Auch die Pflege der Art macht wie gesagt Unterschiede.

 

Bekommt man halbwüchsige, bis erwachsene Achatschnecken, ist der Aufwand sie einzugewöhnen  zwar weniger groß, allerdings sollte man den Vorbesitzer fragen, ob er die Tiere aus einer Gruppe heraus getrennt hat. Erwachsene Schnecken erleiden oft sehr große Trauer, wenn sie aus einer gewohnten Gruppe entnommen werden, was es dem Einsteiger nicht gerade einfach macht.

 

Jungschnecken dagegen sollten je nach Größe und Art durchaus in einer Box im Terrarium aufgezogen werden. Dazu gleich mehr.

 

Wenn ihr bei mir Jungtiere nehmt, dann werde ich euch in eurem Schneckenpaket einen kleinen Zettel mit einem Eingewöhnungsplan mitgeben. Darin sind die für die jeweilige Art notwendigen Parameter auch nochmals beschrieben.


Unterstützung nach dem Umzug

Die erste Maßnahme beim Einzug ist die, das Schneckenpaket zu öffnen.

Solltet ihr bei mir Schnecken beziehen, werdet ihr in der gelieferten Styroporbox jede einzelne Schnecke gut verpackt vorfinden. Packt die kleinen aus, macht den Deckel der Dose auf und lasst sie bei Zimmertemperatur selber in ihren Dosen wach und aktiv werden. Der Erfahrung nach dauert dies nicht lange. Sollte es, wie in den Wintermonaten etwas kühler sein, lasst den kleinen etwas Zeit.

Die Tiere sollen sich erst langsam an die Temperatur im Zimmer gewöhnen. Wenn sie aktiv werden, dürfen sie in ihr Terrarium umziehen.

 

Eine große Bitte!!! Auch wenn euch die kleinen kalt erscheinen, macht bitte nicht den Fehler und haltet die Tiere unter eine warme Dusche. Dies kann zu einem Schock und späteren Tod führen!

Lasst ihnen einfach Zeit, um den Herzschlag auf natürliche Weise zu erhöhen, den sie während dem etwas kälteren Transport herunter fahren.

 

Nun sind die kleinen soweit, ins Terrarium oder in eine sich darin befindende Aufzuchtsbox umzuziehen. Setzt eure neuen Mitbewohner bitte sofort aufs Futter, so dass sie sich eventuell stärken können. Zusätzlich merken sich die Tiere durchaus, wo diese Futterstelle wieder zu finden ist. Daher ist es wichtig, Futter und Wasser immer an der selben Stelle anzubieten.

Sollte das Terrarium für die Babys noch zu groß sein und ihr keine Box habt, dann legt bitte an mehreren Stellen Futter aus, damit die kleinen Schnecken es nicht so schwer bei der Futtersuche haben und eventuell zu viel Kraft verbrauchen.

Kurz nach der Erkundung des Terrariums werden sich die Zwerge zur Ruhe irgendwo zurück ziehen. Dies ist völlig normal, da der Transport und vor allem der Umzug in ein neues Terrarium sehr anstrengend ist.

Dabei kann es passieren, dass die Tiere in den ersten Tagen am Abend nicht zum Futter zurück finden. Bitte helft ihnen und setzt sie ein paar Tage lang abends auf ihre Futterstelle. So macht ihr den Schnecken die Suche einfacher und sie verbrauchen nicht zusätzliche Kraft, die zu dem Umzugsstress hinzu kommt.

 

Nach 3 bis 4 Tagen ist es völlig normal, dass die kleinen urplötzlich nicht mehr abends im Terrarium erscheinen. Ab diesem Zeitpunkt ist es möglich, dass die Jungtiere die natürliche Phase des Wachstumsschubs mitmachen und an ihrem Haus anbauen möchten.

Dazu vergraben sie sich teilweise völlig und brauchen auch ein paar Tage Ruhe, um ihren neu angebauten Wachstumsrand zu festigen.

In der Regel dauert dies 3 bis 5 Tage je nach Art.

Habt also bitte keine Sorge, wenn die Tiere nach 3 bis 4 Tagen nach dem Einzug nicht mehr auftauchen.

Natürlich solltet ihr eure kleinen nicht ganz unbeaufsichtigt lassen. Schaut zwischendurch ruhig mal vorsichtig nach, wo sie sind und ob alles ok ist. Schaut auch immer, dass Temperatur und Luftfeuchtigkeit stimmen, damit die süßen sich auch weiterhin super entwickeln können.

Zu viel Kontrolle und ein ewiges Herausnehmen, vor allem ´tagsüber sollte allerdings vermieden werden, da dies unheimlich in Wachstumsphasen stören kann und so auch das Wachstum selber empfindlich beeinflusst wird, wenn die Tiere keine Ruhe finden.

Denkt bitte daran, dass eure Schnecken alle nachtaktiv sind.

Nach einiger Zeit werdet ihr herausfinden, wieviel eure Tiere fressen, wann sie ruhen und aktiv werden und vieles mehr.

https://www.tinas-achatschnecken.de/
Archachatina marginata suturalis Creme

Mehr Aufmerksamkeit für Babys

Ich persönlich ziehe meine Tiere in dafür vorgesehene Aufzuchtsboxen groß.

Dies gewährleistet, dass die Babys sich von Anfang an kontrolliert gleichmäßig und mit glattem Gehäuse entwickeln können. Ich ziehe sie der Größe entsprechend nach und nach in immer größer werdende Boxen auf, damit sie als schöne Schautiere später im Terrarium richtig toll zur Geltung kommen.

Dementsprechend kann ich eine solche Aufzucht zumindest für Schnecken bis zwischen 5 und 7 cm empfehlen. Es ist natürlich jedem selber überlassen, ob er seine Tiere lieber im Terrarium oder in einer Box aufziehen möchte.

Wenn man so wie ich ein makelloses Aussehen bevorzugt, ist die Box sehr empfehlenswert.

 

Wichtig ist diese Möglichkeit der Aufzucht dann, wenn es sich um viel zu früh abgegebene Babys handelt. Oft werden viel zu kleine, meist erst 1 cm große Schnecken gekauft. Diese haben oft große Schwierigkeiten, sich in einem großen Terrarium zurecht zu finden.

Leider werden z.B. gerade Lissachatina fulica viel zu früh verkauft oder gar verschenkt, damit die unkontrollierte Vermehrung schnell vermittelt wird.

In dem Alter kann man weder erkennen, ob sie schön groß werden, oder eventuell genetisch bedingt Zwerge bleiben.

Mit der Aufzucht in einer Box kann man wenigstens den Versuch starten, sie so gut wie möglich groß zu bekommen. Alles weitere dazu und zur Sortierung von Jungtieren in der Rubrik Zucht.

 https://www.tinas-achatschnecken.de/

Hier seht ihr eine flache Aufzuchtbox, die für die kleinen bis zu einer

Größe von 6 cm gut geeignet ist.


Parameter bei der Eingewöhnung

Wie oben beschrieben sind auf meinem Zettel, den ich euch bei meinen Schnecken ins Paket lege, die Infos zur Eingewöhnung beschrieben. Zudem führe ich die genauen Parameter auf, die notwendig für die Art sind, die ihr erworben habt.

Gleichzeitig habt ihr euch ja sicherlich in den entsprechenden Steckbriefen informiert, welche Bedingungen für die Tiere erfüllt werden müssen.

Ganz wichtig ist, dass ihr diese Daten zur Temperatur, wie auch zur Luftfeuchtigkeit genau beherzt.

Ich schreibe z.B. bei der Archachatina marginata ovum, dass ich diese bei einer Tagestemperatur von 27,5 Grad halte. Nachts sinkt die Temperatur per Steuerung auf 24 Grad ab. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 90 Prozent tagsüber.

 

Oft bekomme ich dann Nachrichten von Haltern, die Schnecken erworben haben. Die Besitzer beschreiben, dass die Tiere sich komplett zurück ziehen, nicht fressen, sich vergraben und abends nicht heraus kommen. Nach meiner Nachfrage zu den Parametern wird mir dann sehr oft beschrieben, dass z.B. die Temperatur entweder bei 29 Grad liegt und / oder die Luftfeuchtigkeit bei 75 Prozent.

Dies liegt absolut außerhalb dessen, was diese Art, zumindest Nachzuchten ertragen möchten.

Auch wenn das für den Menschen nicht als relevant angesehen wird, wenn eine Temperatur 1 bis 2 Grad von einer Empfehlung abweicht, ist dies für Schnecken, die diese Temperaturen nicht gewöhnt sind, fatal.

Auch eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit ist für die Schnecken der Anlass, den Stoffwechsel herunter zu fahren und sich zu vergraben.

Bitte haltet euch mittels der dafür empfohlenen Technik an die jeweiligen Angaben zu den Arten.

Dazu erhaltet ihr alle Infos in der Rubrik Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

 

https://www.tinas-achatschnecken.de/
Frisch geschlüpfte Babys von Archachatina marginata ovum Silverbody

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